Kaiser’s Tengelmann: Eine halbe Korrektur

Vergangene Woche haben wir hier über die vermeintlich umweltfreundlichen Plastiktüten von Kaiser’s, Lidl und Co. geschrieben. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) vermeldet nun einen Erfolg: Nach einer Klagedrohung habe sich Kaiser’s Tengelmann schriftlich dazu verpflichtet, nicht mehr mit dem Slogan „Einkaufen mit gutem Gewissen! … Mit unseren biologisch abbaubaren Plastiktüten“ für seine Einweg-Einkaufsbeutel zu werben. Wir gratulieren!

In einer Stellungnahme betont die Firma, man habe niemanden täuschen wollen – und schiebt dann doch gleich wieder eine zweifelhafte Aussage hinterher: „Unsere I’m green-Tragetaschen sind umweltfreundliche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen.“ Der zweite Teilsatz mag stimmen, der erste nicht. Oder in den bereits letzte Woche zitierten Worten des Umweltbundesamtes: „Biologisch abbaubare Kunststoffe für Verpackungen, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, haben insgesamt keinen ökologischen Vorteil. Durch den Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für diese Verpackungen versauern Böden und eutrophieren Gewässer stärker als durch die Herstellung herkömmlicher Kunststoffverpackungen. Zudem entstehen höhere Feinstaubemissionen.“

Es bleibt dabei: Wirklich umweltfreundlich sind nur Mehrweg-Einkaufsbeutel.