McDonald’s: (K)ein grüner Hintergrund

Der globale Fastfood-Riese McDonald’s nimmt den Grünfärberei-Werbetrend jetzt wörtlich: Statt auf rotem Hintergrund prangt das goldene M („Golden Arches“) ab sofort auf „gedecktem Grün“. Dazu kommen „Naturstein und edle Holztöne“ in der Außenarchitektur – hundert Filialen in Deutschland werden bis Jahresende im neuen Look erscheinen. Grün, Holz, Natur – mausert sich McDonald’s etwa zum Bio-Restaurant?McDoofgruen

Der Farbwechsel sei auch als „Bekenntnis und Respekt vor der Umwelt zu werten“, erklärt der Vizechef von McDonald’s Deutschland Holger Beeck der Financial Times Deutschland. Man wolle die „Verantwortung gegenüber dem Erhalt natürlicher Ressourcen verdeutlichen“, sagt er laut einer Presseerklärung. Die grüne Farbe ist also kein Zufall. Doch bei der Begründung hapert es. Die ist so dünn wie die neue Farbschicht.

Das Unternehmen sei doch im Dow Jones Sustainability Index gelistet – dort befindet es sich zum Beispiel in der zweifelhaften Gesellschaft des Lebensmittelkonzerns Nestlé, des Ölmultis Total oder des Pharmariesen Novartis. Außerdem gäbe es ja die energieeffiziente Filiale in Achim bei Bremen. Wie, mehr ist da nicht?

Natürlich verkauft McDonald’s auch weiterhin in großem Stil Burger aus dem Fleisch methanrülpsender Rinder – in Einwegverpackungen. Und die im Foto gezeigte – grüngestrichene – Filiale in Dissen ist wieder einmal ein McDrive - mit einer Fahrspur in Auto-, nicht in Fahrradbreite.  Im Klartext: Außer der Farbe ändert sich gar nichts.

Danke an Wayne C., Michael M., Sabine N. und Marie R. für die Hinweise